Türchen Nr. 2 – Immer der Nase nach

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Wenn das hier irgendein Hunde-Adventskalender wäre, dann würde ich zu dieser Überschrift jetzt etwas Schönes darüber schreiben, wie unglaublich gut die Nase unserer Hunde ist und wie wichtig Nasenarbeit für die Zufriedenheit ist.

Nun sind wir hier aber beim achtsamen Adventskalender von Lilly & Jack und ich möchte mit dem Thema ganz wo anders hin!

Immer der Nase nach – das heißt ja im übertragenen Sinne auch einfach geradeaus laufen. Kein Blick zurück, sondern schnurstracks weiter gehen.

Doch dieses immer weiter und weiter ist nicht unbedingt das, was es braucht, um vorwärts zu kommen auf dem Weg in ein noch glücklicheres, harmonisches Zusammenleben mit unseren Hunden. Mir fallen so viele Beispiele ein, wo es viel sinnvoller ist, mal stehen zu bleiben, Umwege zu gehen oder ganz umzudrehen.

Daher möchte ich euch dazu einladen, bei der Interpretation von „immer der Nase nach“ etwas mehr an den Hund zu denken, der ganz vertieft schnüffelnd all die interessanten Gerüche aufnimmt und sich von seiner Nase leiten lässt. Er verweilt dort, wo es besonders gut riecht und verfolgt Spuren zu dem, was er gerne haben möchte. In diesem Prozess geht er ganz auf.

Lassen wir uns davon inspirieren. Gehen wir bewusster, langsamer spazieren. Lassen wir uns von dem leiten, was wir mehr tun wollen und was sich für uns gut anfühlt!

Macht Pausen. Gebt eurem Hund Zeit zum Schnüffeln, Erkunden und Verarbeiten von Eindrücken. Macht Bögen, um einen passenden Abstand zu gruseligen Dingen zu halten. Kehrt um, wenn das nicht euer Weg ist. Pendelt euch Schritt für Schritt an die Herausforderungen heran, die ihr gemeinsam bewältigen wollt.

Der Weg zum Glück ist keine Schnellstraße, auf der es nur geradeaus geht. Manchmal läuft man im Kreis und das gehört dazu und das ist gut so und es muss sich dabei nicht mal unbedingt schlecht anfühlen!

Nehmt an, was noch Zeit braucht, denn gut Ding braucht Weile. Immer der Nase nach sollte viel mehr die Besinnung auf das eigene Bauchgefühl bedeuten, als ein blindes „einen Fuß vor den anderen setzen“.

Dein Hund weiß, wie das geht. Du musst ihm nur zeigen, dass er es darf und du wirst viel von ihm darüber lernen können.

Dieser Beitrag ist Teil des achtsamen Adventskalenders 2019.