Türchen Nr. 18 – Mut

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Mut ist die Bereitschaft, trotz Angst oder möglicher Nachteile, das zu tun, was du für richtig hältst.

Mut heißt, für das einzustehen, wovon man überzeugt ist. Mut heißt, durchzuhalten trotz Gegenwind. Mut heißt, den richtigen Weg dem einfachen Weg vorzuziehen.

Mut heißt auch, nicht wegzuschauen. Es heißt, sich mit sich selbst auseinander zu setzen und sich nicht einfach geschlagen zu geben, wenn ein Funken Zweifel in uns aufkeimt.

Authentizität über die Zwänge unseres Umfeldes zu stellen – das ist mutig. Unsere Hunde nicht zu unterdrücken, sondern sie selbst „zu Wort“ kommen zu lassen – auch das ist mutig.

Mut muss nichts Großes sein! Ich möchte dich mit diesem Türchen dazu einladen, mehr auf die kleinen Momente des Mutes zu achten, die du in deinem Leben erfährst. Sowohl dann, wenn du selbst mutig bist, als auch dann, wenn dein Hund (oder deine Mitmenschen) mutig sind.

Der Mut, den eine Situation erfordert, misst sich nicht an anderen. Es ist nicht weniger mutig, nur weil es für andere „kein großes Ding“ ist. Nein. Wenn es für dich eine Überwindung ist und dich Kraft kostet und du über deinen eigenen Schatten springst, dann ist das mutig!

Genau so gilt es anzuerkennen, dass auch für andere etwas viel Mut erfordern kann, was vielleicht für dich ganz normal und alltäglich ist. Mut können wir nicht erzwingen. Wir können nur Bedingungen schaffen, unter denen unsere Mitlebewesen sich trauen, mutig zu sein.

Mit Verständnis und Hilfe können unsere Hunde über sich hinauswachsen. Zusammen mit unseren Hunden können auch wir über uns hinauswachsen. Schritt für Schritt und ein Stückchen Mut nach dem anderen. Jeder Schritt aus deiner Komfortzone erfordert Mut, aber er wird sich lohnen!

Gleichzeitig möchte ich, dass du auch die Angst anerkennst, die dem Mut im Wege steht. Mut ist keine Brechstange, mit der du verschlossene Türen aufbrichst. Mut ist ein Schlüssel, mit dem du durch Türen hindurchgehen kannst, wenn du das möchtest.

Wie so oft ist auch Mut eine Sache des Gleichgewichts. Es gilt ein Gleichgewicht zu finden, in dem du mutig bist, wo du das möchtest und wo es dir möglich ist. Doch genau so wenig, wie wir unserem Hund Mut aufzwingen können, sollten wir auch uns selbst nicht dazu zwingen mutig zu sein.

Ich hoffe mit diesem Text ein wenig Mut in dir Pflanzen zu können, der in dir wachsen wird. Ich hoffe, ich kann ein kleines bisschen dazu beitragen, dass du dich in einer Position siehst, in der du genau so frei und friedlich mit deinem Hund leben kannst, wie du das möchtest.

Dieser Beitrag ist Teil des achtsamen Adventskalenders 2019.